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Tipps und Tricks rund ums Recording

Archiv für ‘Sound Effekte’


veröffentlicht: 27. Juli 2008

Flanger

Der Flanger oder Flanging Effekt gehört zu der Gruppe der Modulationseffekte. Bei diesem Effekt wird dem Originalsignal das gleiche Tonmaterial zeitlich versetzt zugemischt. Es gibt heute zahlreiche Flanger Effektgeräte und Plugins mit den folgenden Einstellungsmöglichkeiten: Die Verzögerungszeit (Delay Time) liegt zwischen 1 und 5 ms. Ein LFO sorgt dafür, dass die Verzögerung nie gleich bleibt. Durch Feedback kann der Effekt noch verstärkt werden.

Man kann diesen Flanger-Effekt auch erzeugen, indem man zwei Samples minimal Zeitversetzt abspielt. Durch die Auslöschung von gleichen und sich überlagernden Frequenzen entstehen Kammfiltereffekte. In früheren Zeiten hat man für den Flangereffekt zwei Tonbänder mit dem gleichen Tonmaterial zeitlich versetzt abgespielt. Durch das manuelle beschleunigen und abbremsen der Spulen konnte man die Phsenverschiebungen steuern.

veröffentlicht: 24. Juli 2008

Halleffekt

Der Halleffekt ist einer der wichtigsten effekte überhaupt. Ohne ihn klingt die beste Aufnahme irgendwie fad. Setzt man den Hall gekonnt ein bekommt der Mix Raum und das gewisse etwas. Wichtig ist es, den Halleffekt gut dosiert einzusetzen. Bei zuviel Hall auf den einzelnen Spuren wird der Mix schnell undurchsichtig.

Damit man den Halleffekt richtig einsetzen kann muss man zunächst verstehen, wie eine echte Reflexion funktioniert und wie man die verschiedenen Parameter den Effektgeräts einstellen sollte.

Wenn der Schall auf eine Mauer trifft wird er reflektiert. Ein solches Echo ist eine einfache Reflektion. In einem Raum mit vier Wänden wirft jede Wand ein unterschiedliches Echo zurück. Je nach Beschaffenheit der Wände klingen die Echos auch unterschiedlich.

Diese von den Wänden reflektierten Echos werden wiederum (ähnlich wie ein Ping-Pong effekt) von der gegenüberliegenden Seite Reflektiert. Dieser Vorgang wiederholt sich immer weiter, wobei das Signal immer schwächer wird und irgendwann verschwindet …und fertig ist der Halleffekt. Hall ist einfach nur eine Menge an sich überlagernden Echos.

Die wichtigsten Parameter, wie sie in den meisten Halleffektgeräten vorkommen

Meistens kann man ein Grundprogramm wie z.B. “Early Reflection”, “Room”, “Hall”, “Plate” oder “Spring” einstellen. Early Reflection reflektiert den Schall sehr schnell. Bei Room handelt es sich um einen Raum mit gleichen Abmessungen. Hall simuliert einen langgestreckten Raum. Plate simuliert hingegen einen Hall der mit Hilfe von Metall-Platten erzeugt wird. Spring erzeugt einen Federhall.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten sind “Pre-Delay” oder “Initial-Delay”. Damit wird die Totzeit des Halls eingestellt. Das ist die Zeit, die vergeht, bis das Signal zum ersten mal zurückgeworfen wird. Je größer dieser Wert ist desto größer der Raum. Die Nachklangzeit vom Halleffekt wird mit “Time” eingestellt. Wobei eine Katedrale eine längere Nachklangzeit haben wird als eine kleine Dorfkirche.

Viele Halleffektgeräte und Plugins haben schon zahlreiche voreingestellte Klangcharakteristiken. Am besten man hört sich einige an und experimentiert mit den Einstellmöglichkeiten.