www.tonstudio-blog.de

Tipps und Tricks rund ums Recording

Archiv für Mai, 2008


veröffentlicht: 8. Mai 2008

Phantomspeisung

Ein Kondensatormikrofon benötigt die sogenannte Phantomspeisung (Phantompower), die normalerweise 48 Volt beträgt. In den meisten Mischpulten kann die Phantomspeisung per Knopfdruck bei den Mikrofoneingängen zugeschaltet werden. Bei vielen Mischpulten kann man die Phantomspeisung jedoch nicht für jeden Kanal einzeln zuschalten. Bei solchen Mischpulten kann man die Phantompower meistens nur für alle Kanäle gemeinsam oder für Gruppen von z.B. acht Kanälen zuschalten.

Damit man durch das Einschalten der Phantomspeisung keine Probleme bei anderen Kanälen oder sogar Schäden verursacht, sollte man ein Paar Dinge beachten. Hat man die Phantomspeisung eingeschaltet, dürfen keine symmetrischen Line-Ausgänge an Mikrofoneingänge angeschlossen werden. Ebenfalls verboten ist es, einen XLR zu Klinke Adapter zum Anschluss des Mikrofons zu verwenden, da man sich sonst gleich ein neues Mikro kaufen kann.

Dynamische Mikrofone können an Mikrofoneingänge mit Phantomspeisung bedenkenlos angeschlossen werden. Bei älteren Mischpulten sollte man jedoch vorsichtig sein. Billige oder ältere Pulte können eine zu große Toleranz der Widerstände aufweisen, wodurch die Gleichspannung negativ beeinflusst werden kann. Das kann dazu führen, dass die Mikrofone in der Basswiedergabe eingeschränkt werden und bei wirklich starken Toleranzen sogar beschädigt werden.

Die edelste Variante ist natürlich die Verwendung eines externen Mikrofonvorverstärkers mit Phantomspeisung wie z.B. das Goldmike MK II der Firma SPL.