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Tipps und Tricks rund ums Recording

Archiv für Juli, 2008


veröffentlicht: 31. Juli 2008

Reality Tonstudio sendet live ins Web

In Saerbeck (Münsterland) gibt es das erstes professionelles Reality Tonstudio Deutschlands. Das Besondere: Das Tonstudio überträgt live und interaktiv per Webcam-Übertragungen ins Internet.

So können Musiker ihr kreatives Schaffen aus dem Tonstudio heraus in Echtzeit ins Internet übertragen. Darüber hinaus können die Zuschauer interaktiv durch einen integrierten Live-Chat mit den Künstlern in Kontakt treten. Tim Edler und Thomas Lehmkühler, Produzenten und Inhaber des Reality Studio, beschreiten damit den Weg in eine neue Ära in einem sich stark wandelnden Musikgeschäft.

Der Umschwung in der Branche ist unverkennbar. Der unaufhaltsamen Einzug neuer Medien, ist für Edler und Lehmkühler Ansporn neue Wege zu gehen. Sie erkennen zum einen die Bedürfnisse einer ganz neuen Musikergeneration und bieten zum anderen bereits erfahrenen Künstlern die Gelegenheit auf den Zug aufzuspringen.

Web: www.insstudio.de

(openPR)

veröffentlicht: 30. Juli 2008

Das Mischpult im Studio

- Teil 1 -

Ein Mischpult ist für Anfänger oft sehr beeindruckend. Bei so vielen Reglern und Knöpfen verliert man leicht den Überblick. Um den Einstieg leichter zu gestalten, gibt es hier einen Überblick über die wichtigsten Funktionen und die Arbeitsweise eines Mischpults. Unabhängig davon ob man ein analoges, ein digitales oder ein Mischpult im Homerecording PC anschaut, die Aufgaben des Mischpults sind dieselben. Das Mischpult ist der zentrale Arbeitsplatz im Studio.

Signalpegel bearbeiten ist eine der wesentlichen Aufgaben eines Studiomixers. Studioelektronik benötigt bestimmte Signalpegel. Ansonsten kommt es bei zu starken Eingangssignalen zu Verzerrungen  und bei zu schwachen beginnt es zu Rauschen. Mikrofone haben von Haus aus einen schwachen Pegel, der angehoben werden muss. Hierzu gibt es in den meisten Mischpulten Vorverstärker in den Mischpultkanälen.

Clip-LEDs bieten eine gute Kontrolle für zu hohe Eingangssignale. Sie befinden sich in den Eingangskanälen und leuchten auf, sobald ein bestimmter Pegel erreicht wird, kurz bevor das Signal verzerrt.

Mischen und Verteilen von Audiosignalen ist eine weitere Hauptaufgabe des Mischpults (wie der Name schon vermuten lässt.) Das mit Hilfe des Mischpults Audiospuren zusammengemischt werden dürfte jedem klar sein. Dem Verteilen von Audiosignalen kommt eine ebenso große Bedeutung zu.

Bei dem Zusammenmischen von Spuren werden mehrere Eingangskanäle auf einen Ausgang gemischt. Ein solcher Ausgang wir auch als Summe oder Bus bezeichnet. Den Pegel des Ausgangs kann man wiederum mit einem Master-Fader kontrollieren.

Der Master-Ausgang ist nicht die einzige Summe in einem Mischpult. Es gibt eine Vielzahl an Summen, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Bei dem Einsatz von Effektgeräten über einen Aux Anschluss wird von jedem Kanalzug im Mischpult ein über einen Aux-Regler einstellbarer Anteil abgegriffen, zusammengemischt und als Summe an den Effektprozessor weitergeleitet.

Die Signalverteilung im Mischpult findet z.B. auch statt, wenn das Audiosignal nicht nur an die Master-Summe geht, sondern gleichzeitig auch über eine weitere Summe an den Kopfhörer des Sängers übermittelt wird.

Einschleifen von Geräten zur Signalbearbeitung ist eine weitere Hauptaufgabe eines Mischpults. Beim Einschleifen wird das vom Eingangskanal kommende Signal unterbrochen, an den Effektprozessor (z.B. ein Kompressor) weitergeleitet und anschließend genau an der Stelle, wo das Signal zuvor unterbrochen wurde wieder eingespeist.

Im Mischpult wird ein einschleifen über den Einschleifpunkt oder Insert realisiert. Dabei handelt es sich um einen speziellen Anschluss der meistens als Trennklinke aufgebaut ist. D.h., dass wenn ein Stecker in der Buchse steckt, das Signal durch das externe Gerät geleitet wird. Ansonsten wird der Insert überbrückt.

veröffentlicht: 27. Juli 2008

Flanger

Der Flanger oder Flanging Effekt gehört zu der Gruppe der Modulationseffekte. Bei diesem Effekt wird dem Originalsignal das gleiche Tonmaterial zeitlich versetzt zugemischt. Es gibt heute zahlreiche Flanger Effektgeräte und Plugins mit den folgenden Einstellungsmöglichkeiten: Die Verzögerungszeit (Delay Time) liegt zwischen 1 und 5 ms. Ein LFO sorgt dafür, dass die Verzögerung nie gleich bleibt. Durch Feedback kann der Effekt noch verstärkt werden.

Man kann diesen Flanger-Effekt auch erzeugen, indem man zwei Samples minimal Zeitversetzt abspielt. Durch die Auslöschung von gleichen und sich überlagernden Frequenzen entstehen Kammfiltereffekte. In früheren Zeiten hat man für den Flangereffekt zwei Tonbänder mit dem gleichen Tonmaterial zeitlich versetzt abgespielt. Durch das manuelle beschleunigen und abbremsen der Spulen konnte man die Phsenverschiebungen steuern.

veröffentlicht: 24. Juli 2008

Halleffekt

Der Halleffekt ist einer der wichtigsten effekte überhaupt. Ohne ihn klingt die beste Aufnahme irgendwie fad. Setzt man den Hall gekonnt ein bekommt der Mix Raum und das gewisse etwas. Wichtig ist es, den Halleffekt gut dosiert einzusetzen. Bei zuviel Hall auf den einzelnen Spuren wird der Mix schnell undurchsichtig.

Damit man den Halleffekt richtig einsetzen kann muss man zunächst verstehen, wie eine echte Reflexion funktioniert und wie man die verschiedenen Parameter den Effektgeräts einstellen sollte.

Wenn der Schall auf eine Mauer trifft wird er reflektiert. Ein solches Echo ist eine einfache Reflektion. In einem Raum mit vier Wänden wirft jede Wand ein unterschiedliches Echo zurück. Je nach Beschaffenheit der Wände klingen die Echos auch unterschiedlich.

Diese von den Wänden reflektierten Echos werden wiederum (ähnlich wie ein Ping-Pong effekt) von der gegenüberliegenden Seite Reflektiert. Dieser Vorgang wiederholt sich immer weiter, wobei das Signal immer schwächer wird und irgendwann verschwindet …und fertig ist der Halleffekt. Hall ist einfach nur eine Menge an sich überlagernden Echos.

Die wichtigsten Parameter, wie sie in den meisten Halleffektgeräten vorkommen

Meistens kann man ein Grundprogramm wie z.B. “Early Reflection”, “Room”, “Hall”, “Plate” oder “Spring” einstellen. Early Reflection reflektiert den Schall sehr schnell. Bei Room handelt es sich um einen Raum mit gleichen Abmessungen. Hall simuliert einen langgestreckten Raum. Plate simuliert hingegen einen Hall der mit Hilfe von Metall-Platten erzeugt wird. Spring erzeugt einen Federhall.

Weitere Einstellungsmöglichkeiten sind “Pre-Delay” oder “Initial-Delay”. Damit wird die Totzeit des Halls eingestellt. Das ist die Zeit, die vergeht, bis das Signal zum ersten mal zurückgeworfen wird. Je größer dieser Wert ist desto größer der Raum. Die Nachklangzeit vom Halleffekt wird mit “Time” eingestellt. Wobei eine Katedrale eine längere Nachklangzeit haben wird als eine kleine Dorfkirche.

Viele Halleffektgeräte und Plugins haben schon zahlreiche voreingestellte Klangcharakteristiken. Am besten man hört sich einige an und experimentiert mit den Einstellmöglichkeiten.